Der TCM Blog von Andreas Dengler

Hier finden Sie Wissen aus der TCM Praxis zu verschiedenen Krankheitsbilder oder Symptomen und deren Behandlungsmöglichkeiten.
Schon immer war es mir ein grosses Anliegen im Einklang mit der Natur Gutes zu bewirken. Heute unterstütze ich Menschen ihr Leben wieder geniessen zu können - mit meinem Beruf als Therapeut.

Kloßgefühl im Hals
(Mei He Qi / Pflaumenkern-Qi)

  • Qi: Lebensenergie
  • Meridiane: Energieleitbahnen
  • Tan (Schleim): pathologischer Schleim aus Sicht der TCM
  • Cun: ist eine relative Masseinheit der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das Kloßgefühl im Hals treffend als "Mei He Qi" (Pflaumenkern-Qi) bezeichnet. Man hat das Gefühl, als stecke ein Fremdkörper im Hals, der sich weder schlucken noch heraufwürgen lässt, ohne dass ein physisches Hindernis vorliegt.

Ursachen aus Sicht der TCM

  • Leber-Qi-Stagnation: Die häufigste Ursache ist emotionaler Stress, Frustration oder "heruntergeschluckte" Emotionen. Das Qi (die Lebensenergie) staut sich im Halsbereich, wo die Meridiane eng verlaufen.
  • Schleim-Ansammlung: Wenn Qi staut, wird die Milz geschwächt. Dadurch kann Schleim entstehen, der das Engegefühl im Hals verstärkt.
  • Rebellierendes Qi: In manchen Fällen steigt Energie (Qi) gegen die natürliche Flussrichtung auf (z. B. durch Magenprobleme oder Sorgen), was den Druck im Kehlkopf verstärkt.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Kräutertherapie: Die klassische Rezeptur für dieses Beschwerdebild ist Ban Xia Hou Pu Tang. Sie wirkt "Qi-lösend" und transformiert Schleim. Lassen Sie sich hierzu unbedingt in einer spezialisierten TCM-Praxis oder Apotheke beraten.
  • Ernährung & Lifestyle:
    • Vermeiden Sie stark verschleimende Lebensmittel wie Milchprodukte oder Zucker.
    • Sanfte Bewegung (wie Qi Gong) hilft, den Energiefluss wieder in Gang zu bringen.
    • Spaziergänge im Wald, um zur Ruhe zu kommen.
    • Wärme im Halsbereich und kleine Schlucke warmes Wasser können die Muskulatur entspannen.

Akupunktur / Akupressurpunkte

Diese Akupressurpunkte können hilfreich sein, um das Symptom zu lindern: (Um die Wirkung zu verstärken, können Sie die Punkte sanft mit den Fingern drücken und dabei tief und gleichmäßig atmen).

Di 4 (Hegu)

Lage: Zwischen Daumen und Zeigefinger

Wirkung: Löst Spannung, fördert Wohlbefinden

Di 4 (Hegu) Akupressurpunkt Position

Ren 22 (Tiantu)

Lage: Oberhalb des Brustbeins

Wirkung: Öffnet den Halsbereich

Ren 22 (Tiantu) Akupressurpunkt Position

PC 6 (Neiguan)

Lage: Dieser Punkt liegt zwei Cun beziehungsweise drei Fingerbreiten oberhalb des Handgelenks, zwischen den Sehnen M. palmaris longus und M. flexor carpi radialis

Wirkung: Beruhigt und fördert das Emotionale Gleichgewicht

PC 6 (Neiguan) Akupressurpunkt Position

Sj 5 (Waiguan)

Lage: Auf dem äußeren Unterarm, zwei Cun etwa drei Fingerbreiten über dem Handgelenk

Wirkung: Kann Verspannungen lösen im oberen Körper

Sj 5 (Waiguan) Akupressurpunkt Position

Leber 3 (Taichong)

Lage: Auf dem Fussrücken, in einer Vertiefung zwischen großem Zeh und dem zweiten Zeh

Wirkung: Bewegt Leber-Qi und entspannt bei Stress

Leber 3 (Taichong) Akupressurpunkt Position

Magen 36 (Zusanli)

Lage: An der Außenseite des Unterschenkels kurz unterhalb des Knies

Wirkung: Stärkt die Mitte und hilft, Schleim abzubauen

Magen 36 (Zusanli) Akupressurpunkt Position

Kurz zusammengefasst: Das Pflaumenkern-Gefühl entsteht laut TCM meist durch Qi-Stagnation, Stress oder Schleimansammlungen. Kräuter, Ernährung, Bewegung und Akupressur können helfen, den Energiefluss zu harmonisieren und das Engegefühl im Hals zu lösen.

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